Nachdem ich letztes Jahr so unglaublich positive und ergreifende Eindrücke von meiner ersten Reise nach Tansania gewonnen hatte, konnte ich gar nicht anders entscheiden, als dieses Jahr wieder nach Tansania zu reisen. Außerdem hatte ich seit letztem Jahr regelmäßigen WhatsApp-Kontakt zu einigen Tansaniern wodurch die Verbindung enger und das Bedürfnis sich wiederzusehen noch größer geworden ist.
Meine Reisevorbereitungen begannen Ende August mit dem Buchen des Fluges über die niederländische Fluggesellschaft KLM, von der ich auch dieses Jahr wieder begeistert bin. Danach ging es weiter mit der Beantragung des Visums, die sich als eine regelrechte Herausforderung herausstellte. War es doch letztes Jahr noch möglich, ein Formular auszufüllen, zusammen mit dem Personalausweis und Geld an das tansanische Konsulat in Berlin zu senden, so musste man dieses Jahr das Visum elektronisch per Internet, in englischer Sprache, beantragen. Das umfangreich auszufüllende Formular war an einer Stelle so unklar, dass ich nicht weiterkam und das Konsulat anrufen musste; es ist schier unmöglich, dort jemanden zu erreichen – unglaublich! Nach mehreren gescheiterten Versuchen holte ich mir Hilfe per E-Mail-Anfrage und konnte innerhalb kurzer Zeit das Ausfüllen des Formulars zum Ende bringen bis auf eine Sache, die Bilder!!! Passbild, Reisepass und Flugbestätigung mussten als Bilder in das Formular eingefügt werden was sich für mich als unlösbare Aufgabe herausstellte. Gut, dass ich hier auf einen jungen Angestellten im Büro Lickes zurückgreifen konnte, der mir relativ schnell helfen konnte. Mir wurde von meiner Bekannten Jessie (s.u.), gesagt, dass es auch kein Problem sei, das Visum erst in Tansania zu beantragen und heute kann ich dies wohl bestätigen, denn unglaublich viele Fluggäste standen vorgestern, als ich nach Tansania eingereist bin, am Schalter, an dem man ein Visum beantragen kann, und keiner schien ein Problem zu bekommen.
Von Deutschland aus habe ich über meinen Kontakt zu der Tansanierin Gladness mein Hotelzimmer buchen können. Wer meinen Blog vom letzten Jahr gelesen hat weiß, dass ich Gladness über Yvonne, mit der ich letztes Jahr zusammen nach Tansania gereist bin, kennengelernt habe; wir hatten ihr einen Laptop mitgebracht. Gladness sehe ich nun täglich, da sie in dem Hotel arbeitet in dem ich untergebracht bin.
Zu den Reisevorbereitungen gehörten natürlich auch wieder Impfungen. Nachdem ich letztes Jahr so unglaublich viele Impfungen benötigte (Tetanus, Meningokokken, Typhus, 2x Gelbfieber, 2x Hepatitis A + B, 2x Tollwut) brauchte ich dieses Jahr „nur“ eine Impfung gegen Gelbfieber, Hepatits A + B und gegen Cholera). Der Schutz gegen Malaria ist auch dieses Jahr wieder durch die tägliche Einnahme einer Tablette erforderlich.
Am Wochenende vor meiner Abreise traf ich Chris und seine Tochter Jessie in Kempen. Von Chris berichtete ich bereits in meinem Blog letztes Jahr; er ist derjenige, der sich um die Angelegenheiten der Hofgemeinschaft in Sanya Juu kümmert. Chris hatte noch ein Flugticket vom letzten Jahr und hatte entschieden, dies nicht verfallen zu lassen, so dass er derzeit bei einer seiner Töchter in Deutschland ist. Die Wiedersehensfreude war riesig! Es war ein wunderschöner und sehr informativer Abend und ich hoffe sehr, dass ich Chris auch noch in Sanya Juu begegnen kann; er weiß noch nicht, wann er wieder nach Tansania zurückfliegt.

Der letzte Tag vor meiner Abreise war mal wieder super hektisch – eigentlich wie jedes Mal vor einem Urlaubsantritt! Ich hatte schon frühzeitig entschieden, nur vormittags im Büro zu arbeiten und den Rest des Tages mit Koffer packen, letzte Besorgungen machen und Verabschiedung von meiner Mutter zu verbringen. Mit dem „vormittags arbeiten“ hat es geklappt, wenn man davon absieht, dass ich die nächtliche Arbeit, die noch anstand, nicht eingeplant hatte! Und dann kam zwischen der Vormittagsarbeit und dem Koffer packen doch tatsächlich der Besuch bei meiner lieben Heilpraktikerin Renate dazwischen, die mir meinen Zeh, den ich mir unglücklicher Weise letzte Woche Montag gebrochen hatte, nochmal versorgt hat. Und wegen des gebrochenen Zehs entschied ich kurzfristig, doch noch ein paar leichte und bequeme Schuhe (vorne natürlich aus Schutzgründen geschlossen) zu kaufen, mit denen ich in Tansania gut herumlaufen kann; also fuhr ich noch zu Sack & Pack nach Düsseldorf. Na ja, und das bedeutet natürlich, dass meine Zeitplanung nicht aufging. Aber halb so schlimm, dachte ich, denn ich wollte sowieso die Nacht durchmachen, da ich Angst hatte zu verschlafen und das Flugzeug zu verpassen; wer mich gut kennt weiß, dass das bei mir gar nicht mal so abwegig wäre. Durch verschiedene Dinge, u.a. Erledigen diverser Steuerarbeiten, nochmal Aus- und Umräumen der beiden Koffer, da sie aufgrund der unglaublich vielen Spenden zu schwer waren (2 x 23kg sind erlaubt), hatte ich doch nicht so viel Zeit wie ich ursprünglich dachte und bin gerade um 4 Uhr fertig geworden, als mein lieber „Fahrdienst Georg“ kam um mich zum Flughafen zu bringen.
Und ab da hat alles gut und im Plan funktioniert. Wir waren gegen 4:45h beim Flughafen, ich konnte ziemlich schnell einchecken, da die Schlange vor dem Schalter nicht sehr lang war und wir konnten in Ruhe noch einen Kaffee genießen bis ich ca. gegen 5:30h durch die Sicherheitskontrolle ging. Das Flugzeug startete um 6:20h nach Amsterdam. Dort um 7:15h gelandet, hatte ich auf dem Schiphol-Flughafen genug Zeit um zum nächsten Gate zu gelangen; mein Flug zum Kilimanjaro International Airport (JRO) ging um 10:35h. Das war also dieses Jahr viel entspannter als im letzten Jahr, wo Yvonne und ich nur 1 Stunde Zeit hatten um unseren Anschlussflug zu erwischen und auf dem riesigen Schiphol-Flughafen ist das eine echte Herausforderung, wie Yvonne und ich das letztes Jahr feststellen mussten. Der Flug war ohne Turbulenzen und da ich ja nachts nicht geschlafen hatte, fiel ich schnell in einen länger anhaltenden Tiefschlaf wodurch mir die Flugzeit von 8 1/2 Stunden kaum etwas ausmachte. Um 19:55h Ortszeit (18:55h MEZ) gelandet ging es dann mit Visum, Reisepass und Impfausweis zum Abfertigungsschalter. Hier nahm man nur noch meine Fingerabdrücke – das Prozedere kannte ich schon vom letzten Jahr – und ich konnte einreisen. Keine Komplikationen bis hierhin? Das kenne ich gar nicht von mir! Wir werden sehen, wie es mit der Ausreise ist! Auf meine Frage, wo denn meine Einreisebestätigung ist, sagte man mir, dass dies schon erledigt sei. Hä? Ich habe doch gar nichts bekommen. Auf meine wiederholte Frage, ob ich denn nicht eine Einreisebestätigung bekäme, antwortete man wie vorher schon. Hm, verstehe ich nicht so ganz. Letztes Jahr hatte ich eine Einreisebestätigung bekommen und es war super wichtig, dass ich diese bei meiner Ausreise vorlegen konnte. Ich bin gespannt, ob meine Ausreise unproblematisch sein wird!
Auch mit den Koffern hat es dieses Jahr super gut geklappt. Da ich so ziemlich als Letzte durch die Passkontrolle kam, waren meine beiden Koffer schon vom Band genommen worden und warteten darauf, von mir abgeholt zu werden. Richtig, BEIDE Koffer; dieses Mal ist keiner meiner Koffer in einem anderen Land gelandet! Auch die Gepäckkontrolle verlief reibungslos. Es war wohl schon so spät, dass keiner mehr Lust hatte, wirklich auf den Monitor zu sehen. Mein Glück, denn ich weiß nicht, was man mit all den Spenden und Präsenten gemacht hätte. Ich hatte so viele Malutensilien dabei (Malbücher und -stifte, Kreide und Anspitzer), dass man hätte vermuten können, dass ich damit handeln wolle.
Der Taxifahrer, Swalehe, war – wie auch schon im vergangenen Jahr – zuverlässig und stand schon am Flughafen bereit um mich nach Moshi zu bringen. Da er gut Englisch spricht, konnten wir uns über viele Dinge, die die Menschen in Tansania betreffen, unterhalten. So haben wir uns z.B. über das strikte Verbot der Herstellung und Nutzung von Plastiktüten unterhalten. Auch habe ich ihn gefragt, was für die Kinder von Tansania wichtiger ist – Zahlung von Schulgeld oder Zahlung für den Abschluss einer Krankenversicherung. Er meinte ganz klar, wie ich es schon von Jessie und ihrem Vater Chris erfahren hatte, dass an erster Stelle die Schulbildung steht. Ich werde auf jeden Fall in Erfahrung bringen, wer dringend Schulgeld benötigt, aber auch, wer möglicher Weise doch auch dringend eine Krankenversicherung braucht. Die zahlreichen Spendengelder, die ich auch in diesem Jahr wieder bekommen habe, werde ich auf jeden Fall sinnvoll einsetzen. Auch mit den Sachspenden in Form von Kleidung (für Erwachsene) und Malutensilien (für die behinderten Kinder) werde ich garantiert einige Menschen glücklich machen können. An dieser Stelle möchte ich mich ganz, ganz herzlich nochmal für die großzügigen Spenden bedanken.
Beim Hotel in Moshi sind wir gegen 22h angekommen. Swalehe hat meine Koffer noch in den 2. Stock getragen. Ich entschuldigte mich bei ihm für die schweren Gepäckstücke, begründete das irre Gewicht aber damit, dass ca. 75% davon Kleider- und andere Sachspenden seien – was auch den Tatsachen entspricht! Im Hotel hat man mich super freundlich empfangen. Nachdem mir das Zimmer gezeigt und die Klimaanlage erklärt wurde, die hier sicherlich zum Einsatz kommen wird, und ich meine Dinge aus den Koffern gepackt hatte, präparierte ich nur noch das Bett mit dem Moskitonetz, fiel hinein Flugzeug zu verpassen; wer mich gut kennt weiß, dass das bei mir gar nicht mal so abwegig wäre. Durch verschiedene Dinge, u.a. Erledigen diverser Steuerarbeiten, nochmal Aus- und Umräumen der beiden Koffer, da sie aufgrund der unglaublich vielen Spenden zu schwer waren (2 x 23kg sind erlaubt), hatte ich doch nicht so viel Zeit wie ich ursprünglich dachte und bin gerade um 4 Uhr fertig geworden, als mein lieber „Fahrdienst Georg“ kam um mich zum Flughafen zu bringen. Und ab da hat alles gut und im Plan funktioniert. Wir waren gegen 4:45h beim Flughafen, ich konnte ziemlich schnell einchecken, da die Schlange vor dem Schalter nicht sehr lang war und wir konnten in Ruhe noch einen Kaffee genießen bis ich ca. gegen 5:30h durch die Sicherheitskontrolle ging. Das Flugzeug startete um 6:20h nach Amsterdam. Dort um 7:15h gelandet, hatte ich auf dem Schiphol-Flughafen genug Zeit um zum nächsten Gate zu gelangen; mein Flug zum Kilimanjaro International Airport (JRO) ging um 10:35h. Das war also dieses Jahr viel entspannter als im letzten Jahr, wo Yvonne und ich nur 1 Stunde Zeit hatten um unseren Anschlussflug zu erwischen und auf dem riesigen Schiphol-Flughafen ist das eine echte Herausforderung, wie Yvonne und ich das letztes Jahr feststellen mussten. Der Flug war ohne Turbulenzen und da ich ja nachts nicht geschlafen hatte, fiel ich schnell in einen länger anhaltenden Tiefschlaf wodurch mir die Flugzeit von 8 1/2 Stunden kaum etwas ausmachte. Um 19:55h Ortszeit (18:55h MEZ) gelandet ging es dann mit Visum, Reisepass und Impfausweis zum Abfertigungsschalter. Hier nahm man nur noch meine Fingerabdrücke – das Prozedere kannte ich schon vom letzten Jahr – und ich konnte einreisen. Keine Komplikationen bis hierhin? Das kenne ich gar nicht von mir! Wir werden sehen, wie es mit der Ausreise ist! Auf meine Frage, wo denn meine Einreisebestätigung ist, sagte man mir, dass dies schon erledigt sei. Hä? Ich habe doch gar nichts bekommen. Auf meine wiederholte Frage, ob ich denn nicht eine Einreisebestätigung bekäme, antwortete man wie vorher schon. Hm, verstehe ich nicht so ganz. Letztes Jahr hatte ich eine Einreisebestätigung bekommen und es war super wichtig, dass ich diese bei meiner Ausreise vorlegen konnte. Ich bin gespannt, ob meine Ausreise unproblematisch sein wird!
Auch mit den Koffern hat es dieses Jahr super gut geklappt. Da ich so ziemlich als Letzte durch die Passkontrolle kam, waren meine beiden Koffer schon vom Band genommen worden und warteten darauf, von mir abgeholt zu werden. Richtig, BEIDE Koffer; dieses Mal ist keiner meiner Koffer in einem anderen Land gelandet! Auch die Gepäckkontrolle verlief reibungslos. Es war wohl schon so spät, dass keiner mehr Lust hatte, wirklich auf den Monitor zu sehen. Mein Glück, denn ich weiß nicht, was man mit all den Spenden und Präsenten gemacht hätte. Ich hatte so viele Malutensilien dabei (Malbücher und -stifte, Kreide und Anspitzer), dass man hätte vermuten können, dass ich damit handeln wolle.
Der Taxifahrer, Swalehe, war – wie auch schon im vergangenen Jahr – zuverlässig und stand schon am Flughafen bereit um mich nach Moshi zu bringen. Da er gut Englisch spricht, konnten wir uns über viele Dinge, die die Menschen in Tansania betreffen, unterhalten. So haben wir uns z.B. über das strikte Verbot der Herstellung und Nutzung von Plastiktüten unterhalten. Auch habe ich ihn gefragt, was für die Kinder von Tansania wichtiger ist – Zahlung von Schulgeld oder Zahlung für den Abschluss einer Krankenversicherung. Er meinte ganz klar, wie ich es schon von Jessie und ihrem Vater Chris erfahren hatte, dass an erster Stelle die Schulbildung steht. Ich werde auf jeden Fall in Erfahrung bringen, wer dringend Schulgeld benötigt, aber auch, wer möglicher Weise doch auch dringend eine Krankenversicherung braucht. Die zahlreichen Spendengelder, die ich auch in diesem Jahr wieder bekommen habe, werde ich auf jeden Fall sinnvoll einsetzen. Auch mit den Sachspenden in Form von Kleidung (für Erwachsene) und Malutensilien (für die behinderten Kinder) werde ich garantiert einige Menschen glücklich machen können. An dieser Stelle möchte ich mich ganz, ganz herzlich nochmal für die großzügigen Spenden bedanken.
Beim Hotel in Moshi sind wir gegen 22h angekommen. Swalehe hat meine Koffer noch in den 2. Stock getragen. Ich entschuldigte mich bei ihm für die schweren Gepäckstücke, begründete das irre Gewicht aber damit, dass ca. 75% davon Kleider- und andere Sachspenden seien – was auch den Tatsachen entspricht! Im Hotel hat man mich super freundlich empfangen. Nachdem mir das Zimmer gezeigt und die Klimaanlage erklärt wurde, die hier sicherlich zum Einsatz kommen wird, und ich meine Dinge aus den Koffern gepackt hatte, präparierte ich nur noch das Bett mit dem Moskitonetz, fiel hinein und schlief – ich glaube bevor das 2. Bein im Bett war – ein.


































